Ein Fünftel mehr Berlin       


Häufig gestellte Fragen:


Wie groß wäre so ein Haus auf einer Kleingartenparzelle?
Die durchschnittliche Parzelle ist 400m² groß. Bei dreistöckiger Überbauung von einem Drittel der Grundstücksfläche wäre ein Haus also 400m² groß.

400m² ist mehr als eine Familie braucht. Sind die Häuser nicht viel zu groß?
Wie soll sich ein Kleingärtner oder eine Familie es leisten können so ein großes Haus zu bauen? Wer für sich und seine Familie z.B. 150m² braucht, kann 250m² an andere vermieten und so den Bau finanzieren. Durch Einliegerwohnungen unterschiedlicher Größe kann ein sozial sehr bunter Kiez entstehen.

Ist es nicht Platzverschwendung, so kleine Häuser zu bauen? Würde man nicht mehr Wohnungen bauen können wenn man die Kleingärten abreisst und große Wohnblöcke baut?
Die Bebauung von ein Fünftel mehr Berlin ist sehr dicht: die Häuser sind zwar niedrig aber stehen sehr dicht. Es können gleich viele Wohnungen wie bei einer Wohnblockbebauung entstehen.

Ist es nicht ungerecht, dass die Kleingärtner so ein Geschenk bekommen?
Ja das ist tatsächlich gegenüber allen die keinen Kleingarten haben ein bisschen ungerecht. Aber die ganze Stadt profitiert von den neuen Wohnungen.

Wird da nicht wieder ein von wenigen Spekulanten beherrschter Immobilienmarkt entstehen?
Die Grundstücke sind sehr kleinteilig. Für große Immobilienentwickler lohnen sich Objekte erst ab ein paar tausend Quadratmetern, für einen großen Profit müssten die also dutzendmal mit einem Pächter über den Verkauf verhandeln, dutzendmal eine Baugenehmigung einholen, dabei dutzendmal um alte Kirschbäume herumplanen... Grundstücke dürfen nicht zusammengelegt werden, um die Kleinteiligkeit zu schützen. Ausserdem kann sich der Senat bei Neuwidmung von Bauland an Spekulationsgewinnen beteiligen lassen.


Die Gärten von denen, die nicht bauen wollen, die einfach wollen dass alles bleibt wie vorher werden dann aber beschattet? Und die Gärtner werden von Baulärm belästigt?
Ja, die müssten mit Baulärm und Verschattung leben. Dafür müssen sie keine Angst mehr vor Vertreibung haben, ihre Pachtverträge werden ja um 99 Jahre verlängert. Und ihr Pachtvertrag wäre auf einmal wertvoll. Und die Stadt bekommt den Platz den sie braucht.

Wo soll die soziale Infrastruktur für so viele neue Wohnungen hin?
Der Senat müsste einzelne Pachtverträge zum Marktpreis kauffen, um Raum für z.B. Kitas und Schulen zu schaffen. Das ist dem Senat gegenüber etwas ungerecht, ist aber viel billiger als Wohnraum für 733.000 Menschen zu schaffen.

Die Kleingärtner sind wichtige Rückzugsorte für Pflanzen und Tiere, was passiert mit den Gärten? Wird da nicht wieder alles zubetoniert?
Zwei Drittel der Gärten bleiben erhalten. Bei der Baugenehmigung wird geprüft dass diese Gärten geschont werden. Alte Bäume werden streng geschützt, umd die muss kreativ herumgebaut wwerdne.Alle neuen Dächer müssen zu 100% intensiv berünt werden, so dass am Ende mehr Fläche als heute auf Kleingartenland begrünt sein wird.


Die Wege in den Kleingärten sind zu eng für Autos, wie kommt am zu den neuen Wohnungen?
Zu Fuss, mit dem Fahrrad oder Rollstuhl. Die Entfernungen von Kleingartenparzellen sind nicht weiter als die von Hochhauseingängen zur Strasse in vielen Wohnsiedlungen.

Wie soll ohne Strassen gebaut werden?
Baustellen für kleine Bauprojekte können unproblematisch mit Schiebewägen beliefert werden.

Wie sollen die neuen Wohnungen an die Kanalisation, Elektrizität und Internet angeschlossen werden?
Nicht alle Kolonien sind z.B. an die Kanalisation angeschlossen. Die Kosten hierfür werden über eine Anschlussgebühr aufgefangen. Um die Nutzung von nicht angeschlossenen Flächen dadurch nicht zu bremsen, werden umweltfreundliche Komposttoiletten genehmigt. Manche Kolonien haben keine Elektizität. Häuser hier können, bis die Kolonie angeschlossen ist, von z.B. Solarpaneelen versorgt

Wie soll die Feuerwehr an ein brennendes Haus kommen? Braucht man nicht neue Feuerwehrzufahrten?
Neue Feuerwehrzufahrten müssen nicht geschaffen werden. Die Brandschutzsachverständige Diana Gennaro stellt fest, das in den Kolonien ausreichend Zufahrten und Hydranten vorhanden sind.

Was ist mit den Flächen, die z.B. der deutschen Bahn gehören? Soll die auch so ein Geschenk bekommen?
Die großen Flächen, die der deutschen Bahn gehören, sollten erstmal vom Baurecht ausgenommen
werden. Hier sollte der Senat einen Ankauf prüfen.

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